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Ortsteil Wiednitz

Zur Geschichte des Ortsteiles Wiednitz mit dem früheren Ortsteil Heide

Spuren menschlicher Besiedlung waren in unserer Gegend durch Grabstellenfunde schon mehrere 100 Jahre vor Beginn der Zeitrechnung bekannt. Derartige Grabstellen fand man in der Gegend um Hoyerswerda in Neida, Weinberg, Lohsa Ratzen, Wittichenau und Wiednitz.
Im Jahre 1225 wurde unser Oberlausitzer Dorf in der Weihurkunde der Pfarrkirche Kamenz urkundlich dokumentiert. In dieser Urkunde waren auch die Abgabepflichten der Bauern und Gärtner an die Kirche festgelegt, wobei diese aber eigene Herren auf ihrem Hofe waren.
Dieser Zustand änderte sich ab 1534, denn der erste Gutsbesitzer, Herr Liborius von Helwigsdorf, nahm Besitz von Wiednitz und baute ein Gut auf. Arbeitsleistungen und Ernteabgaben der Landbevölkerung an das Gut waren von nun an zusätzliche Pflicht.
Von 1534 bis 1945 wechselten 23 Besitzer das Gut Wiednitz. Leistungen für die Entwicklung des Ortes und der hier lebenden Menschen gab es, bis auf wenige Ausnahmen kaum.
Auch für Wiednitz waren einige geschichtliche Ereignisse von Bedeutung.
So führte der Kurfürst August von Sachsen ( 1526 - 1586) die Schulpflicht ein.
1587 nahm der erste Lehrer und Chronist Herr Haberkorn in Wiednitz und Großgrabe die Arbeit auf.
Aufzeichnungen des Pfarrers Huth aus Großgrabe gaben Auskunft darüber, dass zur Zeit der Gutsfamilie von Sporr (1711 bis 1725) August der Starke mit Gräfin Cosel bei seinen häufigen Reisen nach Polen im Herrenhaus Wiednitz Rast machte. Diese guten Beziehungen waren auch weiterhin an verschiedenen Stellen positiv zu erkennen.
1725 bis 1768 war Kriegsrat Johann Heinrich Simones Gutsbesitzer in Wiednitz. So nahm er als Bevollmächtigter von August dem Starken mit Freiherr von Löwental am Zustandekommen des Waffenstillstandes zwischen sächsischen, russischen und polnischen Truppen teil.
1730 - 1735 baute Gutsherr Simones ein neues Schloss, legte einen großzügigen Park an und erweiterte die Fischteiche.
Dass durch eine Feuerbrunst 1679 völlig zerstörte Dorf wurde bis 1755 wiederaufgebaut und ein großzügiger Dorfplatz neu gestaltet.
Die Antragstellung für die Ausrichtung von drei Jahrmärkten pro Jahr war die Folgeerscheinung. Der erste Jahrmarkt fand am 6. August 1755 statt.
1759 bis 1760 vernichtete eine Viehseuche den gesamten Viehbestand des Ortes. Gusbesitzer Simones unterstützte die Bauern mit Vieh und Geld und half somit den Bauern wieder auf die Beine zu kommen.
Die Gutsbesitzer Peter Friedrich d`Orville und Sohn Johann Karl Friedrich von Löwenclau (1787-1831) zeichneten für die Entwicklung unseres Ortswappens, ein springender Löwe mit ausgestreckten Klauen, verantwortlich.
Die letzten Gutsbesitzer im 19. Jahrhundert verkauften die Felder, Wiesen und Vieh und betrieben nur noch Jagd und Fischzucht.
Arbeitsleistungen und Abgaben an das Gut entfielen. Die jetzt freigewordene Zeit der Dorfbevölkerung regte zur Bildung des Vereinslebens an. Sport und Gesang, Jugend-, Militär-, Jagd- und Frauenverein, sowie die Feuerwehr sorgten für Belebung im Ort.
Am 01.02.1874 hielt der erste Personenzug der neu eingerichteten Bahnstrecke Kamenz - Lübbenau in Wiednitz.
Ab 1902 begann die sichtbare Industriealisierung.
Die Wiednitzer Glassandwerke, das Braunkohlenwerk Heye III und eine große Anzahl von Handwerksbetrieben fassten Fuß.
Damit war auch die Bildung einer Arbeiterklasse in Wiednitz nicht mehr aufhaltbar.
Parallel wuchsen die Sozialleistungen wie Kindergärten, Grund-und Berufsschule sowie Arztpraxen mit Schwesternstationen.
Der Ausbruch von 2 Weltkriegen zerstörte das bis dahin friedliche Leben auf dem Dorf.
Im 1. Weltkrieg waren 35 junge Männer gefallen und im 2. Weltkrieg ließen 74 Männer ihr Leben.
Nach dem 2. Weltkrieg stand auch in unserem Dorf die Bildung einer sozialistischen Gesellschaftsordnung auf dem Programm.
Die Bodenreform und die Gründung der LPG Typ I und III bestimmten den Ablauf auf dem Lande.
Trotzdem kam das Feiern von Festen auf Vereins-und Gemeindeebene nicht zu kurz. Zum Beispiel wurden der Bergmannstag und das Teich-und Vereinsfest organisiert.

Der Ortsname Wiednitz entstammt dem westslawischen Sprachfundus und heißt übersetzt " Windort" (vitr).

Der Name entwickelte sich folgendermaßen:

1225 Witcniz
1542 Wittnitz
1731 Wignitz
1791 Wicknitz
1831 Wiednitze
1792 Wiednitze
seit 1860 Wiednitz.

Die Einwohnerzahlen der Gemeinde Wiednitz entwickelten sich wie folgt:

1830 - 320
1905 - 650
1929 - 918
1952 - 1875
1990 - 1265
2000 - 1079
2011 - 896

Seit 1. Januar 2012 sind wir ein Ortsteil der Stadt Bernsdorf.
Unsere Ortsbezeichnung lautet jetzt:
Wiednitz
Stadt Bernsdorf
Kreis Bautzen

Das Gebiet des Ortsteils Wiednitz umfasst heute eine Fläche von 1593,7 ha und ca. 15,94 Quadratkilometer.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Siegfried Förster als Ortschronisten und Frau Edeltraud Ritter für die Bereitstellung des Geschichtsabrisses und für die zur Verfügung gestellten Fotos.

Heide oder auch Heye III

Die Kolonie der F.C.Th. Heye Braunkohlenwerke (Heye III) entstand 1909 mit dem Aufschluss einer Braunkohlengrube nahe Wiednitz.
Die Werkssiedlung wurde durch einen Dresdner Architekten entworfen.
Ab 1912 wurde in verschiedenen Gruben Braunkohle abgebaut.
1949 wurde die Grube Heye in Tagebau Heide umbenannt und vermutlich damit auch die Siedlung. In den 60-iger Jahren war der Hauptabnehmer für die Braunkohle die Brikettfabrik Heide.
1968 wurde der Braunkohleabbau beendet.
Ab 1969 begann die Flutung und Auffüllung der Tagebaurestlöcher.
Die Sanierung erfolgte durch die LmbV mbH 2002.

Quellen: Wikipedia, Regionaler Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien
Mittelschule
Bernsdorf Aktuell
Zum Internationalen Museumstag am 20.05.12 öffnet das Dorfmuseum Zeißholz von 14:00 bis 18:00 Uhr
zu Führungen Kaffeetafel und Bratwurst ein.
Puppenbühne Laretti zu Gast auf dem August-Bebel-Platz in Bernsdorf

Eine bunte Welt im Kasperlezelt

Vorstellungen sind:

17.05.12 11:00 Uhr und 16:00 Uhr

18.05.12 16:00 Uhr

19.05.12 11:00 Uhr und 16:00 Uhr

20.05.12 11:00 Uhr und 16:00 Uhr
Es geht vorwärts mit der Rathaus-Sanierung.
Thema: Babybegrüßung Neue geplante Termine für die Begrüßung unserer jüngsten Einwohner-innen. 22.05.2012 27.11.2012
Vorübergehend befindet sich das Rathaus Alte Schulstr. 3 02994 Bernsdorf im Anbau der Freien Mittelschule. (Zufahrt und Eingang nur über die Pestalozzistr.)

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Donnerstag 09.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr

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Gesetze in Sachsen
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Stadt Hoyerswerda
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Sprechzeiten der Schiedsstelle Bernsdorf jeden 3. Dienstag im Monat in der Zeit von 17:00 bis 18:00 Uhr
Mehrgenerationenhaus Bernsdorf: Job-Center Dienstag 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr Bei Wünschen zu individueller Beratung außerhalb der Sprechzeiten bitte unter Tel. 035723-92270 melden. Jugendtreff Dienstag bis Freitag 14:00 bis 19:00 Uhr Leiterin Diplom- Sozialpädagogin Frau Katharina Sickora Tel. 035723-92270 Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den aktuellen Aushängen. Bekanntmachung Abriss Verwaltungsgebäude Maßnahme: Abbruch ehemaliges Verwaltungebäude "Glasspack" Gesamtausgaben laut Zuwendungsbescheid: 179.706,57 EUR bewilligte Zuwendungen: 161.735,91 EUR aus dem Programm des Freistaates Sachsen für den EFRE in der Förderperiode 2007 - 2013 Bewilligungszeitraum: 09.10.2009-31.12.2010